Kistler präsentiert den 2071A FSI-Faseroptiksensor für hochdynamische Dehnungsmessungen


Winterthur, September 2026 – Das neue optische Dehnungssensor-Array 2071A FSI von Kistler – FSI steht für „Fiber Segment Interferometry“ – ist eine robuste, nicht-invasive und einfach zu installierende faseroptische Sensorlösung für anspruchsvolle Anwendungen und raue Testumgebungen. Es benötigt nur minimalen Platz, ist extrem leicht, unempfindlich gegenüber elektromechanischen Störungen und lässt sich in hohem Maße individuell anpassen.

Messungen werden besonders anspruchsvoll, wenn Dehnungsänderungen sowohl sehr gering als auch hochdynamisch sind. Bei der Schwingungsanalyse, bei Aufpralltests und bei der Überwachung akustischer Emission muss das Messsystem schnelle Ereignisse erfassen, ohne Masse oder Steifigkeit hinzuzufügen, die die Teststruktur beeinflussen könnten. Diese Kombination aus Messgeschwindigkeit, Präzision und minimalem Sensoreinfluss ist entscheidend für Anwendungen, die von Stoßwellenrohr- und passiven Sicherheitstests bis zu Batterieentwicklung und Zustandsüberwachung (SHM) reichen.

Das faseroptische Sensorelement des neuen 2071A ist sehr leicht (<1 g/m) und hat einen Durchmesser von nur 155 µm (0,155 mm).

Das faseroptische Sensorelement (unterhalb des Streichholzes, oberhalb befindet sich der Stecker) des neuen 2071A von Kistler ist extrem leicht (<1 g/m) und hat einen Durchmesser von nur 155 µm (0,155 mm).

Faseroptisches Messsystem für hochdynamische Messungen

Für solche Anwendungen hat Kistler kürzlich eine neue faseroptische Sensorlösung auf den Markt gebracht: das Dehnungssensor-Array 2071A FSI. Es basiert auf der Fasersegment-Interferometrie (FSI), einer Messtechnik, bei der Phasenverschiebungen im reflektierten Licht in jedem der Sensorsegmente erfasst werden. Der neue optische Dehnungssensor kann mit bis zu 22 Segmenten pro Sensor und Segmentlängen zwischen 8 und 200 mm individuell konfiguriert werden.

„Mit dem 2071A liefern wir unseren Kunden eine kompakte und flexible faseroptische Messlösung, die sowohl hohe Präzision als auch eine herausragende dynamische Leistung bietet“, sagt Teresa Müller, Business Development Manager bei Kistler. „Dank einer Auflösung bis herunter auf 20 nε, einem Dynamikbereich bis 10.000 µε und Abtastraten von bis zu 410 kHz verbindet das System detaillierte räumliche Dehnungsdaten mit hoher Messgeschwindigkeit.“

Nicht-invasiver optischer Dehnungssensor, immun gegen elektromagnetische Störungen

Dank eines Sensorsegment-Durchmessers von nur 155 µm benötigt der 2071A nur minimalen Einbauraum und kann direkt auf die Teststruktur geklebt werden, ohne ihr Strukturverhalten zu beeinflussen. Das faseroptische Messsystem ist dielektrisch, äußerst leicht und von Natur aus unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen – es eignet sich ideal für Anwendungen, bei denen der Einsatz konventioneller Sensoren schwierig ist oder Platz und Gewicht entscheidend sind.

Der optische Dehnungssensor ist für den Einsatz in einem breiten Temperaturbereich von –55 °C bis 300 °C ausgelegt und ermöglicht so den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen. Die Messkette wird durch den FSI Interrogator 2549A vervollständigt, ein Datenerfassungssystem, das die Software Kistler Cockpit umfasst. Insgesamt unterstützt diese faseroptische Sensorlösung Abtastraten von bis zu 410 kHz, so dass selbst sehr schnelle transiente Dehnungsverläufe mit hoher Genauigkeit erfasst werden können.

Vielfältige FSI-Messlösungen erhältlich von Kistler

Die faseroptische Sensorik eröffnet neue Wege in der Messtechnik und ermöglicht Anwendungen, die bisher nicht effektiv oder gar nicht realisierbar waren. Zusammen mit dem Temperatursensor 2069A und dem Formsensor 2073A ist der neue Dehnungssensor 2071A Teil des innovativen FSI-Portfolios von Kistler – unterstützt von einem einzigen Datenerfassungssystem, dem FSI Interrogator 2549A.