Stationäre Dynamometer für die Schnittkraft-Messung

Dank der hohen Eigenfrequenz des MicroDyn kann die TU Dortmund hochdynamische Kräfte bei Spindelzahlen von bis zu 160 000 Umdrehungen pro Minute messen

Auch unsere stationären Dynamometer basieren auf der piezoelektrischen Messtechnik. Aufgrund ihrer Bauweise sind sie insbesondere dazu geeignet, Werkstücke auf Bearbeitungstischen direkt aufzunehmen und die auf das Werkstück wirkenden Schnittkräfte zu messen. Dadurch sind sie universell auf Maschinen mit unterschiedlichsten Spindelschnittstellen einsetzbar. Vor allem im Bereich der Forschung und Entwicklung erweisen sie sich als ein vielseitig anwendbares Werkzeug.

Standard-Dynamometer 

Unsere stationären Dynamometer für den universellen Einsatz entsprechen 3-Komponenten-Messplattformen auf Basis von vier piezoelektrischen Sensoren. Je nach Messbereich – es werden Schnittkraft-Messungen von bis zu 60 kN abgedeckt – variiert auch die Größe der Deckplatten, die Kistler bis zu einem Maß von 400x600 mm anbietet. Die Dynamometer 9257B, 9255C, 9253B22/23 und 9366C sind insbesondere für Fräs- und Schleifoperationen geeignet, das 4-Komponenten-Dynamometer 9272 hingegen spielt die Stärken mit der integrierten Momentenmessung bei Bohroperationen aus.

Temperaturkompensierte Dynamometer

Von Mikro- bis Schwer-Zerspanung: Temperaturkompensierte Dynamometer 9109AA, 9119AA1/2, 9129AA und 9139AA

Die piezoelektrische Messtechnik eignet sich sehr gut, um die hohen Anforderungen zu erfüllen, die die hochdynamische Zerspanung hinsichtlich Sensitivität und Dynamik der zu erfassenden Signale stellt. Die thermische Energie, die im Zerspanprozess entsteht, verursacht normalerweise eine unerwünschte Signaldrift. Dieser Effekt stellt sich besonders bei Anwendungen mit sehr hohen Spindeldrehzahlen und großem Materialabtrag ein. Ein stationäres Dynamometer mit horizontaler Vorspannung eliminiert die negativen Einflüsse der Wärmeentwicklung weitestgehend und sorgt so für eine Minimierung der Drift. So lassen sich auch Prozesse mit großer Wärmeentwicklung bzw. thermischen Unterschieden akkurat erfassen.

Kistler bietet temperaturkompensierte Dynamometer für den Einsatz von der Mikrozerspanung bis zur Schwerzerspanung an. Diese Dynamometer sind hinsichtlich der Steifigkeit und Masse so optimiert, dass sie besonders hohe Eigenfrequenzen erreichen. Alle Mehrkomponenten-Dynamometer sind unter anderem für Fräs-, Bohr-, und Schleifoperationen geeignet. Für das 9119AA2 und das 9129AA werden ausserdem spezielle Adapter für die werkzeugseitige Kraftmessung bei Drehoperationen angeboten.

Modulare Systeme für Drehmaschinen

Die kompakten Dynamometer für die Zerspankraftmessung von Kistler können einfach in Zerspanwerkzeuge integriert werden.

Die temperaturkompensierten stationären Dynamometer 9119AA1/2 sowie 9129AA können auch zur Messung der Schnittkräfte, bzw. Analyse und Optimierung der Zerspanprozesse von Drehoperationen eingesetzt werden.

Kistler bietet Ihnen für jedes Dynamometer eine große Auswahl an handelsüblichen Adaptern, mit denen Sie alle gängigen maschinenseitigen wie auch werkzeugseitigen Schnittstellen (z.B. HSK, VDI) abdecken können.

Die Dynamometer werden einfach mit den entsprechenden Maschinenadaptern direkt am Revolverkopf angebracht. Das Werkzeug wird anschließend mit einem passenden Werkzeugadapter auf dem Dynamometer platziert.

Stationäre Dynamometer sind vielseitig einsetzbar

Eine gleichbleibend hohe Qualität und Wirtschaftlichkeit der Fertigungserzeugnisse kann in der spanabhebenden Bearbeitung nur erreicht werden, wenn Werkzeugmaschinen, Spannvorrichtung, Kühlmittelschmierstoffe und Werkstoffe optimal aufeinander abgestimmt sind.

Stationäre Dynamometer von Kistler finden in vielen Bereichen der spanenden Bearbeitung zur präzisen und hochdynamischen Messung von Schnittkräften Anwendung. Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die Optimierung von Werkzeugen und Zerspanprozessen:

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