INGUN Prüfmittel GmbH: Inline-Prozessüberwachung mit Sensoren von Kistler

In der Prüfmittelbranche steht die INGUN Prüfmittelbau GmbH als Synonym für die Herstellung absolut präziser Kontaktstifte und Prüfsysteme. Damit die Produkte höchsten Qualitätsanforderungen gerecht werden, überwacht das Unternehmen alle qualitätsrelevanten Prozesse in der Fertigung mit hochpräzisen Sensoren von Kistler.

Die INGUN Prüfmittelbau GmbH beschäftigt weltweit 320 Mitarbeiter und produziert Kontaktstifte sowie ausgebaute und nicht ausgebaute Prüfadapter. Diese werden in Prüfgeräten der Elektronikindustrie eingesetzt, um die verschiedenen Funktionen von elektronischen Leiterplatten zu testen. Ein zentrales Element der Produktion sind gefederte Kontaktstifte, die die Leiterplatte kontaktieren und über elektrische Impulse Informationen erhalten.

Elektroindustrie in schnelllebigem Marktumfeld

Die meisten Kunden von INGUN kommen aus der Elektronikindustrie. Diese ist als Leitbranche für die Digitalisierung der industriellen Produktion von einem äußerst schnelllebigen Marktumfeld geprägt. Anspruchsvolle Prüfungsanforderungen verlangen von INGUN die permanente Weiterentwicklung der Prüfsysteme und kontinuierliche Einführung neuer Produkte. Thomas Schrodi, Bereichsleiter Automation und Produktentwicklung bei INGUN, bestätigt: „Die Elektronikindustrie ist sehr dynamisch. Damit wir auch weiterhin auf Kundenbedürfnisse eingehen können, sind Flexibilität, Schnelligkeit sowie höchste Qualität und Präzision in der Produktion gefordert.“

Kraftsensoren und Überwachungssysteme für absolute Präzision

Für Klaus König, der bei INGUN seit acht Jahren an der Entwicklung von Vorrichtungen und Automaten arbeitet, steht Qualität ebenfalls im Fokus. Ihm zufolge spielen die Sensoren und Systeme von Kistler bei der präzisen und wiederholgenauen Prüfung der elektronischen Baugruppen eine wichtige Rolle: 

Um die Federkraft in den Stiften möglichst genau zu messen, setzen wir bei der Prozessüberwachung seit 20 Jahren erfolgreich auf die Messtechnologie von Kistler. Nur wenn die Kontaktstifte einwandfrei funktionieren, können wir die Qualität unserer hochpräzisen Prüfsysteme gewährleisten.“

Klaus König, Leiter Prototypenentwicklung in INGUN

 

Aufgrund der kürzer werdenden Produktlebenszyklen wurden auch die Zeitfenster innerhalb der Produktion immer enger. Schrodi dazu: „Kunden fordern heute eine viel kürzere Produkteinführungszeit. Deshalb realisieren wir den Anlagenbau, der für die Produktion der Kontaktstifte benötigt wird, seit vier Jahren inhouse.“ Dieser Schritt brachte INGUN ein hohes Maß an Flexibilität: Dadurch können neue Produktionsanlagen viel schneller und individueller aufgebaut werden – ein großer Vorteil in Anbetracht der großen Produktvielfalt, die das Unternehmen seinen Kunden bietet.

Aktuell besitzt INGUN 14 automatisierte Anlagen zur Fertigung von Kontaktstiften. Jedes Jahr kommt aufgrund der steigenden Nachfrage eine neue Anlage hinzu. Die Fertigung erfolgt in mehreren Schritten. Im letzten Schritt wird der Kontaktstift mit Kraftsensoren vom Typ 9217A bzw. 9340A1 sowie mit je einem maXYmos Überwachungssystem von Kistler geprüft. Durch die Kraft-Weg-Überwachung wird jeder einzelne Kontaktstift am Ende der Produktion auf Funktionalität geprüft. Die Integration der Qualitätskontrolle in den automatisierten Fertigungsprozess stellt sicher, dass Schlechtteile direkt aus der Produktion ausgeschlossen werden.

Um überall eine einhundertprozentige Qualität sicherzustellen, kommen auch in der manuellen Produktion kleiner Serien das Überwachungssystem maXYmos BL mit dem Kraftsensor Typ 9340A1 zum Einsatz. „Für uns hat dies den Vorteil, dass wir in der Produktion ein und dieselbe Qualitätsprüfung implementiert haben. Mit maXYmos BL haben wir ein System, das sich dank der intuitiven Bedienoberfläche einfach programmieren lässt und uns auf einen Blick verrät, ob Gut- oder Schlechtteile produziert werden“, so König. 

Mit innovativer Technologie in die Zukunft

Die Anlagen des Prüfmittelbau-Spezialisten produzieren pro Jahr 40 Millionen Stifte. Um diese hohen Stückzahlen zu erreichen, müssen alle Maschinen eine extrem hohe Taktung fahren. Die hohe Auslastung der Anlagen trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des gesamten Unternehmens bei. Um die Frequenz weiter zu erhöhen, möchte INGUN die Qualitätssicherung langfristig komplett in den wertschöpfenden Prozess integrieren. Hier bieten die piezoelektrischen Sensoren von Kistler eine wichtige Basis: Sie messen mit kleinsten Krafteinleitungsflächen auch bei kleinsten Platzverhältnisse sehr präzise, wiederholgenau und mit hoher Auflösung. Gleichzeitig sind sie auch bei hoher Taktung robust, überlastsicher und damit langlebiger als andere Sensoren.

Die Zusammenarbeit mit Kistler bewertet Schrodi durchweg positiv: „Die fachliche Beratung und der technische Support von Kistler sind für uns immer wieder sehr hilfreich. Da wir selbst Prüfmittel verkaufen, ist es für uns eine zwingende Voraussetzung, dass auch unsere Produkte 100 % geprüft und qualitativ auf dem höchsten Stand sind. Die gesamte Dienstleistungspalette von Kistler bietet uns hierzu eine verlässliche Basis. Und so viel ist klar: Nur durch die herausragende Qualität unserer Produkte können wir uns auch in Zukunft als Nummer eins im Markt behaupten.“

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