Geschichte

Höhepunkte und Meilensteine in der Entwicklung der Kistler Gruppe

Seit der Gründung der Kistler Instrumente AG in Winterthur im Jahre 1959 durch Conrad Sonderegger und Walter P. Kistler hat die Geschichte der Kistler Gruppe zahlreiche Höhepunkte erlebt. Die folgenden Meilensteine geben Einblick in eine spannende Vergangenheit und zeigen, welche Ereignisse Kistler geprägt haben.

    2014: Vollständige maXYmos Familie

    Die Monitore der maXYmos Familie überwachen und bewerten XY-Verläufe, bei denen zwei Messgrössen in bestimmter Relation zueinander stehen müssen. Sie kommen in der industriellen Serienproduktion zum Einsatz und zeigen die Qualität eines Produktes oder Fertigungsschrittes anhand eines Kurvenverlaufs mit Gut-/Schlecht-Angabe an.

      2013: Einführung divisionale Struktur

      Mit der Einführung der strategischen Geschäftsfelder kann Kistler die immer spezifischeren Ansprüche der unterschiedlichen Kundensegmente besser abdecken. 2013 folgt die Einführung der drei Divisionen ART (Automotive Research & Test), IPC (Industrial Process Control) und ST (Sensor Technology). Jede Division ist eine selbständige strategische Organisationseinheit mit vollständiger Resultat-Verantwortung und umfasst mehrere Geschäftsfelder.

        2009: KiBox To Go

        Die 2009 entwickelte KiBox To Go ist das erste kompakte Indiziersystems für mobile Fahrzeuganwendungen. Sie macht die Qualität der Verbrennung in den einzelnen Zylindern sichtbar und ermöglicht eine gezielte Motorenoptimierung dank präzisen Informationen zu Einspritzung, Zündung und Verbrennung.

          2006: Akquisition Staiger Mohilo

          Mit der Übernahme von Dr. Staiger Mohilo & Co. GmbH aus Lorch, Deutschland, erweitert die Kistler Gruppe ihr Produkt- und Technologieportfolio. So ergänzen Drehmomentsensoren das bisherige Sortiment an Kraft-, Druck- und Beschleunigungssensoren. Für Staiger Mohilo eröffnen sich internationale Absatzmöglichkeiten in über 30 Ländern.

            2004: SmartCrash Barriere

            Im Jahr 2004 wird die erste Kistler SmartCrash Barriere gebaut. Heute kommt die spezielle Crashwand bei Fahrzeugtests in den Entwicklungszentren diverser grosser Automobilhersteller zum Einsatz.

              2002: Internetfähiger Control-Monitor CoMo Net

              CoMo Net misst und beurteilt die Kraft-Weg-Verläufe von Einpressvorgängen und lässt sich dank Ethernet-Unterstützung direkt an das Produktionsnetzwerk anschliessen. Das ermöglicht eine vereinfachte Systemintegration und erlaubt einen standortunabhängigen Zugriff via Web-Browser.

                2002: Akquisition IGeL

                Der Zukauf der IGeL-Ingenieurgesellschaft für Leichtbau in Schönaich, Deutschland, im Jahr 2002 ist die erste von zahlreichen Akquisitionen der Kistler Gruppe. Kistler legt grossen Wert auf eine sorgfältige Integration der Firma. Schönaich ist heute einer der wichtigsten Kistler Standorte weltweit.

                  1998: PiezoStar® Kristallfamilie

                  Immer knappere Platzverhältnisse in den Motoren rufen nach miniaturisierten Drucksensoren mit höherer Empfindlichkeit und besserem Hochtemperaturverhalten. Zusammen mit führenden Forschungsinstituten züchtet und charakterisiert Kistler neue piezoelektrische Kristalle nach geheimer Rezeptur – die PiezoStar® Kristallfamilie.

                    1988: Mikroprozessor-gesteuerter Ladungsverstärker Typ 5011

                    Der Kistler Typ 5011 ist der erste Ladungsverstärker mit einem Mikroprozessor, der sich über Datenschnittstellen auch von Remote bedienen lässt. Die Erfolgsgeschichte des Typs 5011 setzt sich über Jahrzehnte fort. Noch heute ist das Gerät bei zahlreichen Kunden im Einsatz.

                      1987: ControlMonitor CoMo

                      Der Kistler Control-Monitor CoMo ermöglicht zum ersten Mal eine in den Produktionsprozess integrierte Qualitätskontrolle. Das System misst und beurteilt den Kraft-Weg-Verlauf jedes Fügeprozesses und erlaubt so Rückschlüsse auf die Produktqualität.

                        1985: Gründung Kistler Japan

                        Kistler Japan wird als eigenständiges Unternehmen gegründet und verzeichnet bald ein starkes Wachstum. Die hochpräzisen Kistler Qualitätsmessinstrumente geniessen in der Wissensgesellschaft Japans und später im ganzen asiatischen Raum hohes Ansehen und einen hervorragenden Ruf.

                          1969: Piezoelektrische 3-Komponenten-Kraftsensoren

                          Mit der Markteinführung von 3-Komponenten-Kraftsensoren eröffnete sich Kistler 1969 der Industriemarkt. Die äusserst kompakten Sensoren messen gleichzeitig alle drei orthogonalen Komponenten einer wirkenden Kraft. Aufbauend darauf werden Kraft-Moment-Sensoren (Dynamometer) entwickelt.

                            1968: Patent auf Miniatur-Impedanzwandler mit Spannungsausgang (Piezotron®)

                            Die Erfindung eines miniaturisierten Impedanzwandlers mit Zweileiter-Anschluss (Piezotron®) und Spannungsausgang 1968 ist ein grosser Erfolg für Kistler. Das Messsignal ist einer Basisspannung überlagert und wird über einen Kondensator ausgekoppelt. Bis heute werden die kleinen, im Sensor integrierten Impedanzwandler verwendet – primär in Beschleunigungssensoren.

                              1966: Neubau Winterthur Wülflingen

                              Zwischen September 1958 und Juli 1966 wächst die Belegschaft von anfänglich sechs Mitarbeitenden auf rund 50 „Kistlerianer“. Die in Wohnungen eingemieteten Standorte werden aufgelöst und Kistler zieht um in ein modernes Firmengebäude in Winterthur Wülflingen.

                                1963: Gründung Kistler Instrumente GmbH (DE)

                                Mit der Gründung der Tochtergesellschaft Kistler Instrumente GmbH bezieht Kistler ein Haus in Nellingen, Deutschland. Kistler Deutschland ist die grösste Verkaufsgesellschaft der Kistler Gruppe.

                                  1959: Gründung Kistler Instrumente AG (CH)

                                  Um den weltweiten Vertrieb kompletter Messketten aus Sensor, Stecker, Kabel und Ladungsverstärker voranzutreiben, gründet Hans Conrad Sonderegger 1959 die Kistler Instrumente AG in Winterthur. Piezoelektrische Messketten werden erstmals industriell hergestellt und professionell verkauft.

                                    1958: Miniatur-Quartz-Drucksensor

                                    Der erste Miniatur-Drucksensor (Typ 601) wird 1958 auf den Markt gebracht und entwickelt sich schnell zu einer festen Grösse in der dynamischen Druckmesstechnik. Das Bauprinzip des Kistler Verkaufsschlagers wird bis heute für zahlreiche weitere Drucksensoren in verschiedenen Ausführungen verwendet.

                                      1950: Patent Ladungsverstärker

                                      Der piezoelektrische Effekt wird bereits 1880 durch Pierre und Jacques Curie entdeckt. Der Durchbruch für eine breitere Anwendung der Messtechnik der piezoelektrischen Messtechnik gelingt jedoch erst 1950, als Walter P. Kistler den Ladungsverstärker (Ladungs-Spannungs-Wandler) erfindet und patentieren lässt.

                                        1944: Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik

                                        Als junge Ingenieure bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur tüfteln Walter P. Kistler und Hans Conrad Sonderegger an Motoren und Messsystemen. Getrieben vom Drang, bei der Verbrennung Druckverlauf und Spitzendruck in den Zylindern bestimmen können, legen sie schon bei der SLM den Grundstein für die einzigartige Kistler Sensortechnologie.