6 400 000 000 Kilometer mit einer Tankladung

Nach einer zehnjährigen Reise quer durchs Sonnensystem setzte die Raumsonde Rosetta am 12. November 2014 ihr Landemodul Philae auf dem Kometen „Chury“ ab. Damit der Sonde während ihrer 6,4 Milliarden Kilometer langen Reise durchs Weltall nicht der Treibstoff ausging, wurde der Treibstoffverbrauch mit Drucksensoren der Kistler Instrumente AG rund um die Uhr überwacht.

Erfolgsfaktor Treibstoffüberwachung
Am 12. November 2014 setzte die Raumsonde Rosetta ihr Landemodul Philae auf dem Kometen 67P/Churjumov-Gerasimenko aus. Damit der Komet trotz zahlreicher Bahnkorrekturen überhaupt erreicht werden konnte, wurde der Treibstoffverbrauch genauestens überwacht. Eine einzige Tankladung musste bis zum Schluss ausreichen – darum war die Treibstoffüberwachung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Informationssammlung
Nach geglückter Landung von Philae am 12. November sollte Rosetta den Kometen mindestens ein Jahr lang begleiten, um wertvolle Informationen sammeln und grundlegende Fragen zu dem aus Staub und Eis bestehenden Koloss beantworten. Aufgrund einer Landung an einem Ort, an dem das Landemodul zu wenig Licht erhält, um seine Energiereserven wieder aufzufüllen, wurde Philae jedoch in den Ruhemodus versetzt (Stand November 2014).

Sensoren im Dauereinsatz
Kistler leistete einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Erfolg des ehrgeizigen Rosetta-Projekts. Zwei 1999 produzierte piezoresistive Kistler Sensoren sorgen seit März 2004 für die Treibstoffüberwachung auf der Rosetta. Ein Hauptkriterium bei der Wahl der Sensoren war deren erwiesene Langlebigkeit und absolute Zuverlässigkeit trotz Schwerelosigkeit. Rosetta transportiert eine sogenannte Rosetta Disk – eine Scheibe aus Nickellegierung, auf welche Informationen als Bild eingeätzt wurden. Die Disk umfasst rund 13 000 Seiten Text in 1200 verschiedenen Sprachen und soll auch in 10 000 Jahren noch lesbar sein – einer Zeit, in der selbst die langlebigen Kistler Sensoren nicht mehr funktionsfähig sein dürften.

Technologische Meilensteine mit Kistler
Rolf Sonderegger, CEO der Kistler Gruppe, freute sich zusammen mit den Kistler Ingenieuren persönlich über die erfolgreiche Rosetta-Mission. „Es ist schön zu sehen, dass Technologie von Kistler dazu beiträgt, technologische Meilensteine zu erreichen. Unsere Beteiligung an Hightech-Projekten wie Rosetta ist möglich, weil Kistler jedes Jahr 10% des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Die extreme Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Kistler Sensoren wie auch das enorme Applikations-Know-how unserer Ingenieure ermöglicht den Einsatz unserer Sensortechnologie in verschiedensten Anwendungen am Rande der physikalischen Grenzen.“

Bild 1: Die Landung von Philae auf “Chury”. (Quelle: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0 / creativecommons.org / licenses / by-sa / 3.0 / igo)
Bild 2: Langlebige piezoresistive Drucksensoren von Kistler überwachen den Treibstoffverbrauch der Rosetta-Sonde.

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