Fahrdynamikregelung: Kistler stellt neuen Radvektorsensor mit noch höherer Genauigkeit vor
Winterthur, Februar 2026 – Die neue Version RV-5 des Radvektorsensors von Kistler erfasst Radbewegungen in fünf Achsen (Lenkwinkel, Sturzwinkel sowie Bewegungen in X-, Y- und Z-Richtung) noch genauer und mit höherer Robustheit. Dank innovativer Elektronik mit Magnet-Encodern liefert der Sensor eine höhere Qualität der Radvermessung, z.B. für die Fahrdynamikregelung. Er bleibt dabei vollständig drop-in-kompatibel zum Vorgänger RV-4.

Radposition, Lenkwinkel und Sturzwinkel effizient messen
Die neue Generation RV-5 des Radvektorsensors von Kistler liefert solche Messungen mit noch höherer Robustheit und Genauigkeit. Das Herzstück des Sensors, bestehend aus mehreren Encodern und Elektronik, wurde von Grund auf neu entwickelt. Magnet-Encoder ersetzen die bisherigen optischen Encoder, was zu höherer Signalgüte und Auflösung, geringerem Rauschen und robusteren Messungen beiträgt. Dabei bleibt der RV-5 vollständig drop-in-kompatibel mit dem Vorgängermodell RV-4: Einbau, Bedienung und Schnittstellen verändern sich nicht.
Robust und stabil unter allen Fahrbedingungen
Der RV-5 koppelt direkt an die Radträgerstruktur an und misst die Radvektoren an der Quelle – ohne notwendige Sichtlinie, ohne Bildverarbeitung, ohne Abhängigkeit von Oberflächentexturen oder Markern. Damit bleiben Messungen bei Regen, Staub, Spritzwasser oder abrupten Lichtwechseln stabil und reproduzierbar, auch wenn die Räder hinter Verkleidungen und im Radhaus teilweise oder vollständig verdeckt sind. Die werkseitige Kalibrierung im Fahrzeugkoordinatensystem bleibt über Temperatur- und Vibrationsänderungen stabil; Rekalibrierungen wie bei kamerabasierten Setups entfallen.
Gleichzeitig ist der Radvektorsensor RV-5 von Kistler unempfindlich gegenüber optischen Artefakten und bleibt auch auf Schlechtweg, Randsteinen und bei hohen Quer- und Vertikalbeschleunigungen zuverlässig. Die mechanische Kinematik mit Magnet-Encodern liefert konsistente, hochpräzise und latenzarme Daten auch dort, wo kamera- und optikbasierte Ansätze physikalische und praktische Grenzen erreichen.
Magnet-Encoder: höhere Linearität, Stabilität und Auflösung
Die neuen Magnet-Encoder im RV-5 sorgen für eine deutlich bessere Signalgüte: Dank höherer Linearität und Stabilität liefern sie saubere Daten über den gesamten Arbeitsbereich hinweg – auch bei dynamischen Lastwechseln. Gleichzeitig bieten sie eine höhere Auflösung, sodass selbst feinste Winkel- und Wegänderungen erfasst werden können. Durch das geringere Sensorrauschen entstehen zudem deutlich ruhigere Rohsignale, die weniger Filterung erfordern und mit geringerer Latenz zur Verfügung stehen.
Der neue Radvektorsensor von Kistler fügt sich nahtlos in bestehende Setups ein: Die Einrichtung erfolgt wie gewohnt über die Software KiCenter, so dass etablierte Testprozeduren, Skripte und Auswertungen unverändert weiterlaufen können; auch Mischsetups aus RV-5 (Magnet-Encoder) und RV-4 (optische Encoder) sind möglich. Kistler bietet außerdem Service-Upgrades für bestehende RV-4-Sensoren an, die auf magnetische Encoder-Technologie umgerüstet werden können.
Der neue RV-5 ist ab sofort verfügbar in Varianten für PKW und LKW. Außerdem kann der Radvektorsensor einzeln, mit Auswerteelektronik oder mit Radimpulsgeber (WPT, liefert zusätzlich den lateralen Radwinkel bzw. die Raddrehzahl) bestellt werden. Oliver Plenter, Business Development Manager bei Kistler, sagt: „Mit Magnet‑Encodern machen wir unsere Radvektorsensoren noch widerstandsfähiger und präziser, ohne Kunden aus ihren etablierten Setups zu reißen. Einstecken, parametrieren, messen – alles wie gewohnt und mit noch höherer Qualität.“




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