Während sich die Diskussionen über die Energiewende oft auf Wind- und Solarenergie konzentrieren, spielt auch die Wasserkraft auf globaler Ebene eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2024 stand Wasserkraft mit rund 4.400 Terawattstunden (TWh) und einem Anteil von 14 Prozent an der weltweiten Stromerzeugung an dritter Stelle hinter Kohle und Erdgas. Schätzungen zufolge könnte das weltweite Potenzial der Wasserkraft sogar 16.000 TWh pro Jahr übersteigen – selbst unter Berücksichtigung ökologischer Faktoren wie Auswirkungen von Staudämmen auf Landschaften und Ökosysteme. Wasserkraft bietet außerdem Flexibilität und enorme Energiespeicherkapazitäten, die für die Balance eines Stromnetzes mit einem steigenden Anteil an erneuerbaren Energien von entscheidender Bedeutung sind.
In einem Wasserkraftwerk wird Strom durch Turbinen erzeugt, die die potenzielle Energie des fallenden und die kinetische Energie des fließenden Wassers in elektrische Energie umwandeln. Es gibt verschiedene Arten von Wasserturbinenkonstruktionen, die jeweils ihre eigenen spezifischen Stärken haben: Zu den gängigsten Typen gehören Pumpturbinen sowie Francis- und Kaplan-Turbinen, die nach ihren jeweiligen Erfindern benannt sind. Angesichts der hohen Investitionskosten und aufgrund der individuellen Bedingungen in jedem Wasserkraftwerk müssen geplante Turbinen vor der Installation intensiven Modellabnahmeprüfungen unterzogen werden. Turbinenprüfstände verwenden genau skalierte Modelle von hydraulischen Wasserkanälen, um Parameter wie Druckpulsationen, Kavitation, Wirkungsgrad und Ausgangsleistung zu erfassen.







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