Triboelektrischer Effekt


Was versteht man unter dem triboelektrischen Effekt?

Der Begriff wurde aus dem lateinischen von dem Wort tribere = reiben abgeleitet. Der Effekt beschreibt die elektrische Aufladung zweier Materialien durch Reibung. Jedes Material besitzt eine Dielektrizitätskonstante, welche die Oberflächenladungsdichte definiert. Reiben zwei Materialien aneinander, so laden sich diese abhängig von den Dielektrizitätskonstanten auf.

In diesem Video zeigt unser Experte Max die Unterschiede bei der Verkabelung und wie der triboelektrische Effekt Ihre Messung beeinträchtigen kann. Aber keine Sorge: Kistler Kabel sind so konzipiert, dass Rauschen und andere Störeinflüsse so weit wie möglich verhindert werden.

Materialseitig können Oberflächenrauigkeiten, -geometrien und Oxidation diesen Effekt begünstigen. Umgebungseinflüsse wie Luftdruck und Verschmutzung führen ebenfalls zum Aufbau einer Ladung.

Wie beeinflusst der tribolektrische Effekt das Messsignal in der piezoelektrischen Messtechnik?

Mittels piezoelektrischer Messtechnik können sehr kleine Ladungssignale im Pico Coulomb Bereich erfasst werden. Daher verursacht jede zusätzliche Art von Ladung eine Veränderung des Messsignals. Der triboelektrische Effekt betrifft Kabel und Steckverbindungen und stellt somit eine nicht zu vernachlässigende Störquelle für das Messsignal dar.