Solide Umsatzentwicklung im Jahr 2025 – Kistler Gruppe investiert in Wachstumsmärkte


Winterthur, März 2026 – Die Kistler Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von 424 Millionen Schweizer Franken. Mit einem Rückgang von währungsbereinigt 1 Prozent bzw. 5 Prozent in Schweizer Franken, konnte das Unternehmen den Umsatz gegenüber dem Vorjahr stabil halten. Belastend wirkten insbesondere Währungseffekte durch den starken Schweizer Franken, die stagnierende deutsche Automobilindustrie sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem in Zusammenhang mit der US-amerikanischen Zollpolitik. Der Auftragseingang blieb mit einem Minus von währungsbereinigt 2 Prozent bzw. 6 Prozent in Schweizer Franken hinter den Erwartungen zurück.

Im Jahr 2026 treibt Kistler die Vorbereitungen für eine neue, hochautomatisierte Sensorfabrik am Hauptsitz in Winterthur voran. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen seine Präsenz im asiatischen Markt durch gezielte Investitionen sowie den Aufbau einer neuen regionalen Zentrale.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Marc Schaad, CEO der Kistler Gruppe, vorsichtig optimistisch: „Mein erstes Jahr als CEO war herausfordernd, aber wir haben wichtige Weichen gestellt – unter anderem durch angepasste regionale Strukturen, die es uns ermöglichen, noch flexibler auf unterschiedliche Marktbedingungen zu reagieren. Trotz des starken Schweizer Frankens sowie anhaltender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten blicken wir verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026. Wir planen, durch gezielte Investitionen weiter zu wachsen, insbesondere in asiatischen Märkten wie China.“

Strategisch fokussiert sich die Kistler Gruppe weiterhin auf ihre Kernkompetenzen in der piezoelektrischen Messtechnik und richtet ihren Schwerpunkt auf vier industrielle Kernbereiche: die Überwachung und Steuerung von Fertigungsprozessen, Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung – insbesondere für die Medizintechnik –, die Zustandsüberwachung kritischer Infrastrukturen wie Brücken sowie die Überwachung von Großmotoren im Schiffbau und in der stationären Energieversorgung. Bereits 2025 zeigten sich in diesen Feldern deutliche Wachstumschancen: Für die Zustandsüberwachung von Brücken hat Kistler sein Portfolio im vergangenen Jahr um eine cloudbasierte Softwareplattform erweitert. Diese ermöglicht eine durchgängige Zustandsüberwachung (Structural Health Monitoring, SHM) und erlaubt es, integrierte Lösungen – vom Sensor bis zur Datenanalyse – in Kombination mit dynamischer Gewichtsmessung (Weigh in Motion, WIM) anzubieten. Brückenbetreiber profitieren dadurch von präzisen, hochverfügbaren Daten über das reale Verhalten von Infrastrukturen und Verkehrslasten, was einen sicheren und effizienten Betrieb unterstützt.

Marc Schaad, CEO der Kistler Gruppe

Marc Schaad, CEO der Kistler Gruppe, blickt verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026. Kistler plant durch gezielte Investitionen weiter zu wachsen, insbesondere in asiatischen Märkten wie China.

Regional entwickeln sich die Perspektiven für 2026 unterschiedlich. Kistler rechnet weiterhin mit stabilem Wachstum in Asien, insbesondere in China. In Kuala Lumpur plant das Unternehmen den Aufbau einer neuen regionalen Asien-Zentrale, um die starke Marktdynamik in der Region gezielt zu nutzen. In den USA hat Kistler insbesondere sein Führungsteam verstärkt, um den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten bestmöglich zu begegnen. In Deutschland liegt der Fokus in der Entwicklung neuer Applikationen. Dies mit dem klaren Ziel, Umsatzrückgänge im Automobilsektor zu kompensieren.

Auch neue Produkte werden 2026 zum Wachstum beitragen. Kistler arbeitet derzeit an mehreren vielversprechenden Innovationen für unterschiedliche Branchen. Insgesamt investiert das Unternehmen auch 2026 rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Darüber hinaus plant die Kistler Gruppe in den kommenden Jahren den Bau einer Smart Factory am Hauptsitz in Winterthur. „Die Smart Factory ist für uns eine langfristige Investition und ein klares Bekenntnis zum Standort Winterthur. Sie ist ein zentraler Baustein unserer langfristigen Strategie die Kistler Gruppe nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen“, erklärt Marc Schaad. „Derzeit befinden wir uns in einer intensiven Planungs- und Klärungsphase, um die technischen und organisatorischen Grundlagen für eine zukunftsfähige Produktions- und Arbeitsumgebung zu schaffen.“

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