Zwei Welten synchron: Motorsteuerung und Indizierung
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In der Fahrzeugentwicklung ist die Software INCA das favorisierte Tool zur Bedatung und Validierung der Funktionen des Motorsteuergeräts: Sämtliche Daten und Parameter lassen sich mit INCA visualisieren, analysieren und bearbeiten. Auf Basis gezielt selektierter Messgrössen und ECU-Steuerfunktionen kann der Applikationsingenieur z. B. das Ansprechverhalten des Motors objektiv bewerten und optimieren.
Weder Motor noch Steuergerät verfügen jedoch über Sensoren, um auch verlässliche Informationen zur Verbrennungsqualität zu gewinnen. Diese liefert erst die zusätzliche Druckmessung in den Zylindern – die Druckindizierung. Die Herausforderung lag bisher darin, alle von INCA erfassten Messwerte und Parameter des Motorsteuergeräts auch mit den gemessenen Indizierkennwerten zeitlich zu synchronisieren.
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 Die KiBox/INCA-Schnittstelle erfüllt diese wesentliche Anforderung. Alle Daten bzw. Parameter von Steuergerät und Druckindizierung werden nun direkt bei der Messung mit einem Zeitstempel versehen, erst dann an INCA übermittelt und dort auf einer gemeinsamen Zeitachse dargestellt. Die Daten werden dabei auch unabhängig von Prozessor- oder Busauslastungen verlässlich dargestellt. Entscheidend ist lediglich die Synchronität aller beteiligten Geräte-Uhren. Nachdem INCA die KiBox Uhr synchronisiert hat, vergibt die KiBox an jeden berechneten Indizierparameter einen mit allen Parametern und Daten des Steuergeräts synchronen Zeitstempel.
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 Die KiBox/INCA-Schnittstelle spart somit wertvolle Zeit bei der Fahrzeugentwicklung. Auf Basis zeitsynchroner Indizierkennwerte kann der Applikationsingenieur nun unmittelbar Optimierungsstrategien entwickeln, um z. B. Emissionsspitzen (Abgas, Geräusch), überhöhte Belastungen oder eine unzureichende Verbrennungsstabilität (Laufruhe) im Motor auszuschliessen.
Die Grafik veranschaulicht, wie INCA z. B. die Zeitverzögerungen vom Beschleunigungswunsch (Gaspedal) über die Verstellung der Drosselklappe und den Drehmomentaufbau (pmi) bis hin zum Drehzahlanstieg misst und deutlich sichtbar macht.
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 Die INCA-Schnittstelle ist für den KiBox-Nutzer bei gleichzeitiger Verwendung der INCA-Version 6.1 (oder höher) automatisch verfügbar. Da es sich um eine Standard-Schnittstelle handelt, sind keine weiteren Investitionen nötig.
Die KiBox meldet sich bei INCA als „wählbare Hardware“ an und kann unmittelbar Indizierresultate liefern. Mittels der KiBox/INCA-Schnittstelle werden alle Verbrennungskennwerte im INCA Experiment zeitsynchron mit allen anderen Messgrössen dargestellt und somit gemeinsam analysierbar.
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