Kistler - measure. analyse. innovate.
   
|Home |Suche |Kontakt |Sitemap |Login/Registration | |English |
 
crosshair left crosshair right
spacer
spacer
spacer
spacer
spacer
spacer
 
Measuretape
 
spacer
  Kistler Deutschland




Der Piezoeffekt

Viele Kristalle erzeugen eine elektrische Ladung, wenn sie mechanisch belastet werden. Dieser physikalische Zusammenhang ist als piezoelektrischer Effekt weltbekannt geworden. Sensoren die diesen Effekt nutzen sind prädestiniert für Messaufgaben mit besonders extremen Anforderungen an Geometrie, Temperaturbereich und Dynamik.

Der piezoelektrische Effekt wurde 1880 durch die Gebrüder Curie entdeckt. "Piezein" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "drücken". Die beiden Physiker stellten fest, dass sich die Oberfläche bestimmter Kristalle elektrisch aufladen, wenn der Kristall mechanisch belastet wird. Diese elektrische Ladung ist exakt proportional zu der auf den Kristall wirkenden Kraft, welche in pico-Coulomb (pC) gemessen wird.

Entstehung der Ladung
Beim Auftreten einer Kraft auf ein Kristall wird die typische Gitterstruktur deformiert. Die Gitterstruktur darf dabei kein Symmetriezentrum aufweisen. Ein sehr geeigneter Kristall ist somit der synthetisch herstellbare Quarz (SiO2). Bei der Deformation werden die positiven Silizium- und die negativen Sauerstoff-Ionen gegeneinander verschoben. Somit wird der positive und der negative Ladungsschwerpunkt verlagert, was schliesslich zur Bildung der elektrischen Ladung führt.

Mögliche Schnitte im Quarz

Lage
Entscheidend über die Ladungsausbeute ist die Lage der polaren Kristallachsen zur einwirkenden Kraft. Abhängig von der jeweiligen Lage lassen sich drei verschiedene Piezoeffekte unterscheiden:

Materialien

Der piezoelektrische Effekt kann nur in nicht leitenden Materialien auftreten. Piezoelektrische Materialien für Sensorelemente müssen vor allem eine hohe mechanische Festigkeit und Steifigkeit aufweisen. Eine weitere Anforderung ist die Stabilität der mechanischen und elektrischen Eigenschaften über einen weiten Temperaturbereich und über lange Einsatzzeiten. Ausserdem sind hohe Empfindlichkeit, gute Linearität, Hysteresefreiheit (d.h. die auf- und absteigenden Kalibrierkurven sind identisch) und ein hoher elektrischer Isolationswiderstand vorteilhaft. Die wichtigsten Materialien die Kistler für ihre Messlösungen benützt sind Quarz, der Quarz ähnliche PiezoStar-Kristall und die Piezokeramiken.

Signalaufbereitung

Die elektrische Ladung ist eine experimentell eher schwer zugängliche Grösse. Deshalb erlangte der piezoelektrische Effekt erst durch das 1950 an Walter P. Kistler erteilte Patent auf den Ladungsverstärker an Bedeutung und ermöglichte so erstmals exakte Messungen mit extremen Anforderungen an Geometrie, Temperaturbereich und Dynamik.



pC: pico-Coloumb (1pC = 10-12 Coloumb)

zurück zu Technologien

 
 
Sensor + Test 2012
Sensor Test Logo
22.-24.05.2012,
Halle 11, Stand 327
lesen Sie mehr...

Automatica 2012
Automatica, Logo
22.-25.05.2012
Halle A1, Stand 224
lesen Sie mehr...

Know-how macht schlau
Img_kig_fuchs_small
Schulungstermine 2012
lesen Sie mehr

Kistler View 2012

Top Top
Seite empfehlen| Drucken| Impressum| Handelsmarken| Webmaster| e-Kontakt| +49 711 34 070