Konstruktive Themen und Hinweise
 Folgende Themen und Hinweise unterstützen die Verwendung von Kistler Werkzeuginnendrucksensoren:
• CAD Daten für die Werkzeugkonstruktion • Indirekte Sensoren: Auswerferstifte • Indirekte Sensoren: Berechnung der Druckempflindlichkeit • Indirekte Sensoren: Zulässiger Maximaldruck • Direkte Sensoren: Einbau mit Distanzhülse und Madenschraube • Befestigung von Verlängerungskabeln
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CAD Daten für die Werkzeugkonstruktion
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 Mit den CAD Daten der jeweiligen Sensortypen können die Bohrungen sowie die Steckeraussparung als Modelldateien verwendet werden. Die Daten sind in den gängigen Zeichnungsformaten erhältlich: • ACIS • IGES • STEP • ParasolidDownload CAD Daten
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Indirekte Sensoren: Konstruktive Hinweise betreffend Auswerferstifte
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 Werden beim Design von Werkzeug und Auswerfer einige wenige Richtlinien beachtet, liefert auch die indirekte Messung exakte Ergebnisse mit hoher Genauigkeit. Acht Grundsätze sollten befolgt werden:
- Der Stift darf nur nahe der Kavität geführt werden.
- Der geführte Bereich l1 sollte nicht mehr als das Doppelte des Stiftdurchmessers d1 betragen.
- Hinter der Führung muss der Stift auf der gesamten Länge l3 freigestellt sein.
- Die Länge l2 des kleinen Durchmessers d1 sollte möglichst klein sein.
- Der Durchmesser d2 des Stiftes sollte möglichst gross gewählt werden. Freistellung beachten!
- Wird die Kraft hinter dem Auswerfer gemessen, muss die Auswerferkonstruktion besonders steif ausgelegt sein.
- Der Sensor darf nicht vorgespannt werden. Das empfohlene Spaltmass zwischen Stift und Sensor beträgt 0,03 … 0,05 mm.
- Der Stift sollte im Bereich der Führung mit einer diamantähnlichen Beschichtung versehen werden, um die Reibung zu minimieren.
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Indirekte Sensoren: Berechnung der Druckempfindlichkeit
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 Die effektive Druckempfindlichkeit wird durch die Grösse der Auswerferfront, welche in der Kavitätenwand liegt, bestimmt. Die Berechnung verwendet die Fläche des Stifts, um die Krafteinwirkung in einen Druck (bar) umzurechnen.
SP = A x SF x 0,1 SP = Druckempfindlichkeit [pC/bar] A = Fläche des Auswerferstifts d1, d.h. A = (d1/2)2 x π [mm2] SF = Kraftempfindlichkeit [pC/N], gemäss Identifikationsschild
Folgende Tabelle zeigt die Druckempfindlichkeit des Sensor Typ 9211B... in Abhängigkeit des Auswerferstiftdurchmessers:
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Indirekte Sensoren: Zulässiger Maximaldruck Indirekte Sensoren messen den Werkzeuginnnendruck als Ableitung der übertragenen Kraft auf den Auswerfer. Daher muss der Durchmesser des Auswerfers bei der Auswahl des Sensors berücksichtigt werden. Datenblätter und Betriebsanleitungen verweisen auf die zulässigen Paarungen und die entsprechenden Maximaldrücke. Daher gilt die Regel bei hohen Spritzdrücken kleinere Auswerferstiftedurchmesser zu verwenden.
Folgende Tabelle zeigt den zulässigen Maximaldruck für Sensor Typ 9211B... in Abhängigkeit des Auswerferstiftdurchmessers:
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Direkte Sensoren: Einbau mit Distanzhülse und Madenschraube
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 Beim Einbau in ein Werkzeug ohne Stützplatte, oder beim seitlichen Sensoreinbau, kann eine Madenschraube die Distanzhülse fixieren. Das Einbauspiel beträgt, wie üblich, 0,01 bis 0,03 mm. Der Durchmesser der Madenschraube muss gewährleisten, dass die Hülse bzw. der Sensor nicht verspannt wird. Daher gilt folgende Richtlinie: Für ø4 Distanzhülse (Typ 6464A1): min. M5 Madenschraube Für ø7 Distanzhülse (Typ 6459): min. M10 Madenschraube
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Befestigung von Verlängerungskabeln
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 Freischwingende Kabel können, trotz guter Schirmung, Messsignale beeinflussen. Kabel mit Briden oder Klammern am Werkzeug, bzw. an der Auswerferplatte befestigen. Genügend Spiel für Zugentlastung vorsehen.
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