Minimale Prozesstreuung mit Echtzeitsteuerung
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Automatisches Umschalten von Einspritzen auf Nachdruck oder die Kaskadensteuerung sind nur zwei Beispiele für die Echtzeitsteuerung des Prozesses mit Werkzeuginnendruck. Die hohe Dynamik von Werkzeuginnendrucksensoren ermöglicht präzise Prozesssteuerungen, die bereits während des Prozesses auf Veränderungen reagieren können.
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 Die Umschaltung von Einspritz- auf Nachdruckphase ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren. Diese Art der Umschaltung ist in die meisten Spritzgiessmaschinen integriert, die mit der Werkzeuginnendruckmessung ausgestattet sind. Die Umschaltung erfolgt dabei nicht über die Schneckenposition/ das eingespritzte Volumen, sondern über einen Schwellenwert des Werkzeuginnendrucks. Auswirkungen von Viskositäts- und Dosierschwankungen auf den Umschaltpunkt werden so minimiert. Neben der Umschaltung auf einen definierten Druck besteht auch die Möglichkeit, mit intelligenten Systemen umzuschalten. Diese detektieren automatisch die volumetrische Füllung des Werkzeugs und senden ein Signal an die Spritzgiessmaschine, von Einspritzen auf Nachdruck umzuschalten. Diese Systeme analysieren während des Einspritzens den Verlauf des Werkzeuginnendrucks und erkennen den typischen Druckanstieg, der beim Übergang von der Füll- in die Kompressionsphase auftritt.
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 Eine Kaskadensteuerung basierend auf Werkzeuginnendrucksensoren bietet die Möglichkeit, bei diesen komplexen Systemen den Prozess effizient zu optimieren und in der Produktion auch bei Prozessschwankungen eine konstante Füllung zu gewährleisten. Abhängig von der Anzahl der Anbindungen und der Geometrie des Formteils werden mehrere Sensoren im Werkzeug platziert. Die Position der Fliessfront bzw. Fliessfronten kann durch die Sensoren detektiert und die entsprechenden Düsen geöffnet werden.
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 Auch bei der Steuerung von Sonderverfahren werden Werkzeuginnendrucksensoren eingesetzt, um Prozessschwankungen zu minimieren. In der Fluidinjektionstechnik (GIT und WIT) wird die Einleitung des Fluids, basierend dem Werkzeuginnendruck, unter Berücksichtigung einer Verzögerungszeit gestartet. Die Umschaltung von Einspritzen auf Prägen beim Spritzprägeverfahren kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: über die Schneckenposition, das Einspritzvolumen oder auch eine Kraft verwendet werden, die durch die Schmelze z. B. auf den Prägestempel ausgeübt wird. Gerade bei anspruchsvollen Oberflächen führt ein nicht optimaler Umschaltpunkt zu unerwünschten Markierungen. Die Umschaltung auf den Werkzeuginnendruck führt auch bei diesem Verfahren zu konstant hoher Formteilqualität.
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