 Eine weitere Technologie welche die Firma Kistler für ihre Messprojekte verwendet ist der Dehnungsmessstreifen. Dessen Funktion basiert auf dem physikalischen Effekt, dass sich der elektrische Widerstand eines Drahtes beim Strecken oder Stauchen durch eine einwirkende Kraft proportional zu seiner Dehnung ändert. Diese Widerstandsänderung kann so als Indikator für die wirkende Kraft verwendet werden. So sind Messungen im Zug- und Druckbereich ohne Vorspannen der Messelemente möglich. Bei einer Dehnung ε des Messdrahtes, hervorgerufen durch eine einwirkende Kraft, ändern sich dessen Länge L, seine Querschnittsfläche A und der materialabhängige spezifische Widerstand ρ. Um praktisch verwertbare Widerstandswerte zu erhalten, muss der Draht sehr dünn (Durchmesser ≈ 0.02 mm) und möglichst lang sein. Beim DMS wird dieser Draht mäanderförmig auf ein isolierendes Trägermaterial aufgebracht und mit lötbaren Anschlüssen versehen. Statt des Drahtes dient häufig eine dünne Metallfolie (Dicke ≈ 0.005 mm), aus der man einen Mäander herausätzt, als Messgitter. So entstehen DMS mit sehr kleinen Abmessungen (z.B. mit Messgittern 1 x 1 mm) für quasi punktförmige Messungen. Der Proportionalitätsfaktor k zwischen der Dehnung und der zu messenden Widerstandsänderung wird "k-Faktor" genannt. Er ist im elastischen Bereich des Leiterwerkstoffes konstant. Bei ausgewählten Werkstoffen wie Konstantan gilt diese Konstanz auch noch bei plastischen Verformungen des Leiters. Spezielle DMS wie Kistler sie z.B. für Messräder selbst entwickelt und einsetzt, sind für Dehnungen bis zu 10 % einsetzbar. zurück zu Technologien
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